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Schalter – Entwicklungen im Laufe der Zeit

„Drehst du bitte das Licht aus, wenn du das Zimmer verlässt?“.  So einen Satz würde man in der heutigen Zeit höchstwahrscheinlich nirgends mehr zu hören bekommen und wenn, dann höchstens von Menschen der älteren Generation. Würde dieser Spruch einer jungen Person über die Lippen kommen, dann würde dies wohl für Verwunderung sorgen, denn Licht dreht man nun einmal nicht an. Nein, man betätigt einen Schalter. Bei Lichtschaltern sprechen wir heutzutage größtenteils von Kippschaltern. Das ist der einfache, meist in weiß-beiger Farbe gehaltene, quadratförmige Schalter, der sich in so gut wie jedem Zimmer befindet und den man nur zu betätigen braucht, um dort das Deckenlicht anzuschalten.

Tatsächlich war bis etwa Mitte des vergangenen Jahrhunderts aber der Drehschalter ein sehr viel häufiger verwendeter Schalter für Lichtquellen. Dabei handelte es sich vor allem um den einpoligen Drehschalter. Der Ausdruck „das Licht an- oder ausdrehen“ stammt eigentlich aus der Zeit, in der noch Petroleumlampen und Gaslichter für die Beleuchtung eingesetzt wurden. In die Epoche, in der Drehschalter als Lichtschalter als normal galten, konnte diese Bezeichnung jedoch noch problemlos übernommen werden. Heute hingegen gilt sie als überholt und wird so gut wie gar nicht mehr gebraucht, was ganz logisch ist, denn schließlich dreht heute niemand mehr das Licht an, sondern betätigt einen Schalter.

Bildquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Drehschalter

Drehschalter gibt es jedoch heutzutage noch genauso wie im vergangenen Jahrhundert. Sie werden meist in der Elektrotechnik dazu genutzt, Schaltzustände durch eine mechanische Drehbewegung einzustellen. Zum Beispiel bei Radiogeräten werden Drehschalter noch oft eingesetzt. In diesem Fall wird der Einschalter mit dem Lautstärkeregler kombiniert. Zur Konfiguration bei elektronischen Geräten werden meist mehrpolige Drehschalter verwendet. Diese Funktion wurde zum Beispiel auch schon bei den älteren Fernsehempfängern in den 60er und 70er Jahren eingesetzt. In der Energietechnik werden Drehschalter beispielsweise zum Umschalten von Transformatoranzapfungen gebraucht. Bei Multimetern, Oszilloskopen und anderen Messgeräten dienen sie zur Auswahl kalibrierter Messbereiche.

Wie man sieht, ist der Drehschalter auch in der heutigen Zeit alles andere als überflüssig. Wenn er auch nicht mehr zum Anschalten von Licht gebraucht wird, so wird er dennoch auf zahlreichen anderen Gebieten benötigt. Und was den Drehschalter in der Funktion als Lichtschalter angeht, so ist er nicht der einzige, der möglicherweise in Zukunft ausrangiert wird. Immer beliebter sind nämlich Lampen, die eigentlich überhaupt keinen direkten Lichtschalter benötigen. Allein durch Gestik und Bewegungen können diese neuen Leuchten betätigt werden. Sensoren nehmen hier minimale Bewegungen der Finger und Hände auf und schalten somit sogar einzelne Lampen ein und aus, ähnlich wie bei einem Bewegungsmelder, wie man ihn aus dem Sicherheitsbereich oder aus Treppenhäusern in öffentlichen Gebäuden kennt. Ist also vielleicht auch der gute alte Kippschalter bald nur noch eine müde Erinnerung in unseren Köpfen, wenn wir selbst einmal alt sind? Möglich wäre es, denn Mitte des vergangenen Jahrhunderts hätte man  wahrscheinlich auch nicht geglaubt, dass der Begriff „das Licht andrehen“ in einer der nächsten Generationen schon überhaupt gar nicht mehr gebräuchlich sein würde. Mehr über Drehschalter gibt es unter anderem hier zu lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Drehschalter.

 

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